Ehrenmitglieder

Neben ordentlichen und außerordentlichen Mitgliedern hat der Wiener Cottage Verein auch Ehrenmitglieder.

Dir. i. R. Otto Wolfrum

Hr. Dir. i. R. Otto Wolfrum entstammt einer seit 1878 und damit nun in vierter Generation und seit den Anfängen im Cottage Viertel lebenden Familie.

Seine Vorväter waren von Anbeginn an Mitgestalter und Erhalter des Wiener Cottage Vereins. Großvater Wolfrum war vor 1938 im Vorstand tätig und Vater Wolfrum hat nach dem Krieg, Anfang der 1950er Jahre, bei der Wiederbelebung des Cottage Vereins und der Aufteilung des Vermögens zwischen dem Wiener Cottage Verein, dem Cottage Tennisclub (jetzt Cottage Tennisclub Pötzleinsdorf) und Cottage Eislaufverein (jetzt Engelmann) mitgewirkt. Vater Wolfrum war zuerst Obmann Stellvertreter und dann von 1957 bis 1959 Obmann des Wiener Cottage Vereins.

Otto Wolfrum war dadurch seit seiner frühesten Jugend mit dem Cottage Verein verbunden. Seit den 1970er Jahren war er auch immer wieder für den Vorstand tätig. Er hat ab 1983 mitgeholfen, den damals relativ inaktiven Wiener Cottage Verein neu zu beleben und übernahm 1986 den Vorsitz, den er für die folgenden 20 Jahre innehatte. Er konnte viele entschwundene Mitglieder wieder für die Ideen des Wiener Cottage Vereins gewinnen. Ursprünglich war der Ersterwerb einer Liegenschaft im Cottage Viertel an die Mitgliedschaft im Verein gebunden. Otto Wolfrum hat die Basis geschaffen, auf der der Wiener Cottage Verein noch heute aufbaut. In Anerkennung seiner bedeutenden Verdienste um das Cottage Viertel und den Wiener Cottage Verein wurde Hr. Otto Wolfrum im März 2009 die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Dr. rer. comm. Heidi Brunnbauer

Frau Dr. rer. comm. Heidi Brunnbauer hat nach ihrer Pensionierung als Ökonomin grundlegende Forschungsarbeiten über die Entstehung und Entwicklung des Cottage Viertels von Währung und Döbling und seiner Liegenschaften in drei Bänden publiziert. Diese „Cottage Bücher“ stellen jeweils in sich geschlossene, eigenständige Arbeiten dar, sind aber zusammen ein interessantes und wertvolles Nachschlagewerk über Geschichte und Bewohner von insgesamt 120 Objekten der ca. 620 Gebäude des Cottage Gebietes.

Heidi Brunnbauer stammt aus Kärnten und lebt seit ihrem Studium an der nahegelegenen ehemaligen Hochschule für Welthandel im Cottage. Ihre Bücher und organisatorische Tätigkeiten in Form von Führungen für die Mitglieder des Vereins haben zur Bewusstseinsbildung für das architektonisch und kulturell wertvolle erste Gartenstadtviertel Wiens beigetragen. Dafür wurde ihr im März 2008 die Ehrenmitgliedschaft des Wiener Cottage Vereins verliehen.

Dr. Erich Stöger

Herrn Dr. Erich Stöger, Bankvorstandsdirektor i.R., Vizepräsident und Kassier des WCV seit 2006, wurde von der Generalsversammlung im September 2022 in Anerkennung seiner langjährigen und besonderen Verdienste um den Verein die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Dr. Stöger hat anlässlich des 150-jährigen Jubiläums des WCV das Buch „Das Wiener Cottage – Der Traum vom gesunden Leben“ initiiert, koordiniert, in großen Teilen verfasst, prominente Mitautoren gefunden und zusammen mit Frau Dr. Heidi Brunnbauer herausgebracht. Es stellt einen Meilenstein in der Bewahrung der Geschichte des WCV und grundlegender Aspekte, der für das Cottage Viertel prägenden Cottage Servitut, dar.

Das Thema Cottage Servitut wird in dem Jubiläumsbuch auch vom Dekan em. der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien, Univ. Prof. em. Dr. Walter Rechberger bearbeitet und die beiden Kapitel von Prof. Rechberger und Dr. Stöger über die Cottage Servitut stellen eine erstmalige, umfassende, juristische und historische Aufarbeitung des Rechtsinstituts Cottage Servitut dar. In diesem Zusammenhang hat Dr. Stöger auch die gegenseitige Rücksichtnahme als wesentlichen Faktor der Entstehung des Cottage Viertels und des Cottage Bewusstseins herausgearbeitet. Das Buch trägt insgesamt dazu bei, das Cottage Viertel in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit zu heben und dieses als stadthistorisch und architektonisch wertvolles Ensemble, sowie Wiener Vorzeiggebiet für die Lebens- und Wohnkultur des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts in Erinnerung zu bringen und dem WCV weite Anerkennung zu sichern.